Fenchelporling

Heilpilz  Fenchelporling oder die Fencheltramete, Gloeophyllum odoratum

Der frisch geerntete Fenchelporling entfaltet am besten sein Aroma und deutet schon auf die Hauptwirkung hin: der Duft einer Mischung aus Fenchel und Anis lässt einen sofort an Tee für Magen und Darm denken.

Der Fenchelporling muss unbedingt  frisch verarbeitet werden, da durch einen Trocknungsvorgang die angenehmen Aromate deutlich abnehmen.

Was der Pilz aber wirklich kann, wurde erst in den letzten 5 Jahren erforscht. Seine balsamischen Aromen schmeicheln Magen und Darm, sie lassen das Blut besser fließen und aktivieren starke Kräfte gegen neurodegenerative Prozesse wie Alzheimer oder Demenz.


Potentielle medizinische Wirkungen des Fenchelporling

Gloeophyllum odoratum enthält bioaktive Verbindungen, die in vitro pharmakologische Aktivitäten zeigen. Studien haben antioxidative Eigenschaften nachgewiesen, wobei Extrakte freie Radikale binden und intrazelluläre reaktive Sauerstoffspezies (ROS) in UV-belasteten Zellen reduzieren.

Anticholinesterase-Aktivitäten zeigen Einfluss bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer. Anti-inflammatorische Effekte wurden ebenfalls beobachtet, dies macht den Pilz interessant für die Behandlung entzündlicher Zustände.

Die in dem Fenchelporling enthaltenen Lanostan-Triterpene zeigen antivirale Wirkung gegen Influenza-A-Viren (H1N1 und H3N2). Weitere Verbindungen wirken als Thrombin-Inhibitoren, was Gerinnungsstörungen vorbeugen kann.


Fenchelporling im Detail im Buch ab Seite 79 mit einem eigenen Kapitel.

Neben diesen Informationen werden auch alle Zubereitungsformen von Therapeutika aus Fenchelporling und aus anderen Pilzen im Detail vorgestellt. Hier kannst du in das Buch reinschauen, in der umfangreichen Leseprobe auf Yumpu.

Fenchelporling in der traditionellen Medizin und Wissenschaft

Gloeophyllum odoratum ist in der Ethnomykologie wenig dokumentiert und hat im Vergleich zu anderen Heilpilzen keine breite traditionelle Nutzung. Einige Quellen erwähnen eine mögliche Verwendung des Fenchelporling als Zunder, ähnlich wie bei anderen Polyporen. In der traditionellen Medizin ist über den Fenchelporling also wenig bekannt.

Sein intensiver Geruch hat jedoch bei einigen Kulturen zu der Annahme geführt, dass er eine beruhigende oder entkrampfende Wirkung haben könnte. Tatsächlich zeigen wissenschaftliche Studien eine mögliche Verwendung in der modernen Naturheilkunde, insbesondere aufgrund der enthaltenen Polysaccharide und Phenole, die antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften aufweisen.


Der Fenchelporling wird auch im Lehrgang Antibiotische und antivirale heimische Heilpilze und die naturheilkundliche Herstellung von Therapeutika eine besondere Rolle spielen.

Der erste Block 1 von 12 findet statt am 29. Jänner 2026, 18:00–21:00 Uhr

Davor gibt es kostenlose Schnupperkurse zum Lehrgang und zum „nautikuss online“-Kennenlernen am 4.12.2025 und 15.1.2026, jeweils von 18:00–20:00 Uhr. Anmeldung zum unverbindlichen Schnuppern: sissi.kaiser@heimische-heilpilze.at


Der Pilz wird derzeit in der Forschung auf seine medizinischen Wirkungen hin untersucht, insbesondere im Bereich der Immunmodulation und der Antioxidationskraft, aber auch mit besonderem Fokus auf die Darmgesundheit. Derzeit ist der Fenchelporling nur in ca. 100 Studien erwähnt

Die Forschung am Fenchelporling hat erste Erkenntnisse zu seiner medizinischen Verwendung hervorgebracht:

  • antiviral gegen Influenzaviren
  • Immunstärkend
  • antioxidant
  • entzündungshemmend, insbesondere für den Magen- und Darmbereich
  • neurodegenrative Erkrankungen
  • Thrombose

Die Kommentare sind geschlossen.