Fichtenporling

Heilpilz Fichtenporling und seine Heilwirkung

NEUE STUDIE zu BORRELIA 2025

Die Studie untersucht die antibakteriellen Eigenschaften von Extrakten aus kultiviertem Myzel des Pilzes Fomitopsis pinicola, mit dem Fokus auf Gram-negative Erreger, einschließlich Borrelia burgdorferi (dem Erreger der Lyme-Borreliose).

Vier verschiedene Extrakte wurden getestet. Diese Extrakte enthielten unter anderem Flavonoide, Polyphenole, Alkaloide (vor allem in Ethanolextrakten) und andere sekundäre Metabolite.

In in-vitro-Tests zeigten alle Extrakte eine Reduktion der Viabilität von Borrelia burgdorferi-Zellen. Der effektivste Extrakt war L2 (ethanolbasiert aus lignocellulösem Medium).

Foto mit dem Laborglas von Maria Heine-Klug

Zusätzlich hemmten alle Extrakte die Biofilmbildung von Borrelia burgdorferi. Bemerkenswert ist, dass die Pilzextrakte – insbesondere L2 – eine stärkere Wirkung auf die Viabilität und Biofilmhemmung zeigten als eine getestete Kombination aus Antibiotika (Doxycyclin, Daptomycin und Cefoperazon bei 50 µM), die keinen signifikanten Effekt auf die Biofilmmasse hatte.

Die Autoren schließen daraus, dass Fomitopsis pinicola-Extrakte, vor allem die ethanolischen aus lignocellulösem Substrat, ein vielversprechendes Potenzial als natürliche antimikrobielle Agentien gegen persistente Formen von Borrelia burgdorferi besitzen.

Myzel im Vergleich zum Fruchtkörper

In der Studie wurde das Myzel und das Extrakt aus dem Myzel getestet. Das hat ganz praktische Gründe, denn das Myzel lässt sich sehr schnell züchten, Züchtung der Fruchtkörper aus dem Fichtenporling ist wiederum sehr aufwändig im Vergleich.

Die Im Myzel laut Studie für die Borrelia Bekämpfung verantwortlichen Inhaltsstoffe befinden sich aber ebenso in ähnlichen Konzentrationen im Fruchtkörper.

In der Studie wurde ein 80% Ethanol Extrakt gezogen. Wie das geht ist ganz einfach, siehe unter Heilpilze verarbeiten >>> Alkohol Auszug Tinktur nach. Bitte gehe nicht höher als die angegebene Konzentration des Alkohols von 42-50%, denn sonst flockt die Tinktur aus, das liegt an den Harzen des Fruchtkörpers. Um diese Tinktur dann bei Bedarf höher zu konzentrieren (nicht wirklich nötig, aber der Vollständigkeit: destilliere es mit einer Destille (die kostet halt), oder schau unter Eisdestillation nach, da gibt es auch einen Anleitung, wie man mit dem Eisfach im Haushalt Alkohol destillieren kann.

Verwendete Quellen

Bragina, O., Kuhtinskaja, M., Elisashvili, V., Asatiani, M. und Kulp, M. (2025) Antibacterial Properties of Submerged Cultivated Fomitopsis pinicola, Targeting Gram-Negative Pathogens, Including Borrelia burgdorferi. Sci, 7(3), 104. Verfügbar unter: https://doi.org/10.3390/sci7030104 (Zugegriffen: 13. Dezember 2025).

Der Fichtenporling und seine Heilwirkung

Er kann das Immunsystem stimulieren und das Blut regenerieren. Ähnlich wie der Zunderschwamm stillt er Blutungen – die schmerzstillende Wirkung ist aber nicht so erheblich wie beim Zunderschwamm.

Außerdem ist seine blutreinigende Wirkung bekannt und seine Kraft bei der Stärkung der Leber.

Weitere Eigenschaften sind:

  • entzündungshemmend
  • begleitend in der Tumortherapie
  • antibakteriell
  • Stärkung des Immunsystems
  • nervenstärkend

Rotrandiger Baumschwamm, Fichtenporling Heilwirkung

Fomitopsis pinicola weist eine Reihe bioaktiver Verbindungen auf, die in Studien vielfältige pharmakologische Effekte zeigen. Extrakte aus Fruchtkörpern und Myzel bergen Potenzial für die Behandlung von Stoffwechselerkrankungen, Entzündungen, Krebs und Infektionen.

In der Blutzuckerkontrolle senken Polysaccharid-Extrakte den Nüchternblutzucker um bis zu 77 % bei diabetischen Rattenmodellen, verbessern das Körpergewicht, restaurieren Insulinspiegel und reduzieren Pankreas-Schäden. Sie hemmen auch Aldose-Reduktase und senken Triglyzeride was Hyperlipidämie und Atherosklerose vorbeugen könnte. Cholesterinwerte werden positiv beeinflusst: HDL-Cholesterin steigt um 73 %, LDL um 76 % abnehmend.

Antioxidative Eigenschaften schützen vor oxidativem Stress. Dies kann Leberschäden durch Alkohol mildern, indem Lipidprofile verbessert und Entzündungswege moduliert werden.

Antimikrobielle Wirkungen (Bacillus subtilis, Staphylococcus aureus, Helicobacter pylori) sowie antifungale Eigenschaften.

Anti-inflammatorische Effekte reduzieren Zytokine; sie lindern Colitis und wirken analgetisch sowie fiebersenkend. Neuroprotektiv schützen Extrakte Neuronen vor Toxizität.

Antikrebs-Potenzial ist besonders ausgeprägt: Extrakte hemmen Tumorwachstum , induzieren Apoptose, blockieren Angiogenese. Sie wirken zytotoxisch gegen Krebszelllinien und verlängern Überleben in vivo.

Workshop Fichtenporling / Rotrandiger Baumschwamm, Heilpilz Spezial 23

Wir disḱutieren die Heilwirkung vom Rotrandigen Baumschwamm und zeigen wie er in der Hausapotheke verwendet wird.

Am 3. Dezember 2025, 18:00–21:00 Uhr als online Veranstaltung

Im Heilpilz Spezial Workshop 23 stellen wir diesen besonderen Heilpilz vor: was er kann, wie man ihn verwendet.

Ein ganz besonderer Pilz, der nicht nur – wie man vermuten könnte, an der Fichte oder an Nadelbäumen wächst, sondern gern auch an Laubbäumen wie Buche oder Birke. Bei der Bestimmung helfen uns aber sein unverwechselbarer Geruch, Sporengeber und ein Blick auf das Trama, um diesen schönen Heilpilz von Zunderschwamm und Co. abgrenzen zu können.

Organisatorisches

42,- Euro inkl. umfangreichem Skript (PDF) sowie den Links zu den Videomitschnitten in FullHD nach der Veranstaltung. Inhalte des Workshops sind so aufbereitet, dass keine Vorkenntnisse erforderlich sind aber sein können.

Anmeldung und Fragen zum Workshop: sissi.kaiser@heimische-heilpilze.at


Zusatzinfo: Angebliche Anwendungen bei Corona und/oder Nebenwirkungen der verabreichten Medikamente (Spike Proteine)

Im Internet kursieren sehr viele Diskussion zum Fichtenporling, dass dieser auch bei Nebenwirkungen durch Spike Proteine helfen soll. Wir haben dazu alle uns bekannten Studien-Datenbanken abgefragt und keinen einzigen Hinweis darauf gefunden.

Auch haben wir einen Vergleich der Pilze vorgenommen, die im Zusammenhang mit Sars-Cov-2, Corona und Co. in Studien getestet wurden. Der Fichtenporling gehört nicht zu den getesteten Pilzen, es gibt aber mehr als 10 andere Pilze die teilweise mit guten Resultaten in Studien untersucht wurden. Dazu werden wir in nächster Zeit auch auf dieser Seite berichten.


Der Fichtenporling wird auch im Lehrgang Antibiotische und antivirale heimische Heilpilze und die naturheilkundliche Herstellung von Therapeutika eine besondere Rolle spielen.

Der erste Block 1 von 12 findet statt am 29. Jänner 2026, 18:00–21:00 Uhr

Davor gibt es kostenlose Schnupperkurse zum Lehrgang und zum „nautikuss online“-Kennenlernen am 4.12.2025 und 15.1.2026, jeweils von 18:00–20:00 Uhr. Anmeldung zum unverbindlichen Schnuppern: sissi.kaiser@heimische-heilpilze.at

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