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Heilpilz Lärchenschwamm (Laricifomes officinalis)

Der Lärchenschwamm wird seit der Antike als Heilmittel genutzt, mit der ersten schriftlichen Erwähnung durch den griechischen Arzt Dioscorides im 1. Jahrhundert n. Chr., der ihn zur Behandlung von Tuberkulose (damals „Consumption“) empfahl.

In der traditionellen europäischen und zentralasiatischen Medizin diente er zur Therapie von Lungenkrankheiten wie Tuberkulose, Pneumonie, Asthma und Husten, sowie von Arthritis, Blutungen, infizierten Wunden und Fieber.

In der iranischen Tradition (als „Gharikon“ oder „Agharikon“ bekannt) wurde er bei Sciatica, Muskelschwäche, Bronchitis, Verstopfung, Magen- und Uterusschmerzen, Gelbsucht, Fieber und Insektenstichen eingesetzt, mit diuretischen und emmenagogen Effekten.

In Nordamerika wurde er für medizinische und spirituelle Zwecke verwendet: Als Pulver gegen übernatürlich verursachte Krankheiten, in Ritualen als „Brot der Geister“ oder für geschnitzte Figuren als Schamanen-Grabwächter und Geistfänger.

Traditionelle Zubereitungen umfassten ethanol-wässrige Extrakte oder heiße Wasseraufgüsse aus Fruchtkörpern oder dem Myzel.

Der Lärchenschwamm ist auch prominent im Buch vertreten

Ab Seite 121 wird der Lärchenschwamm, der auch Apothekerschwamm oder Bitterer Lächenschwamm (Laricifomes officinalis)) genannt wird ausführlich vorgestellt.

Potenzielle medizinische Anwendungen und Wirkungen

Wissenschaftliche Untersuchungen haben beim Lärchenschwamm eine breite Palette bioaktiver Verbindungen identifiziert, die antibakterielle, antivirale und trypanozide Eigenschaften aufweisen. In vitro-Tests zeigten Wirksamkeit gegen Bakterien wie Mycobacterium tuberculosis, Staphylococcus aureus, Escherichia coli, Pseudomonas aeruginosa und Bacillus cereus.

Antivirale Effekte wurden gegen Viren wie Herpes-simplex-Virus Typ 1 (IC50 17 μg/mL), Influenza A (einschließlich H5N1 und H3N2), Orthopoxviren (z. B. Vaccinia) und Hepatitis C nachgewiesen.

Weitere potenzielle Wirkungen umfassen immunstimulierende, antitumorale und entzündungshemmende Eigenschaften, wobei Agaricinsäure (agaric acid) als synthetisch hergestellter Wirkstoff anhidrotisch, antiinflammatorisch und parasympatholytisch wirkt.

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