Heilpilz Striegelige Tramete (Trametes hirsuta)
Die Striegelige Tramete (Trametes hirsuta) ist ein saprophytischer Pilz aus der Familie der Polyporaceae. Der Pilz wurde erstmals 1789 von Franz Xavier von Wulfen als Polyporus hirsutus beschrieben und 1924 von Curtis Gates Lloyd in die Gattung Trametes überführt.
Trametes hirsuta wächst hauptsächlich auf totem Hartholz, insbesondere auf Buche, aber auch auf anderen Laubbäumen wie Apfelbäumen oder selten auf Nadelhölzern. Sie verursacht Weißfäule und ist in Europa, Nordamerika, Asien und anderen Regionen verbreitet. In Großbritannien, Irland und Mitteleuropa ist sie relativ häufig. Die Fruchtkörper erscheinen ganzjährig, der Fruchtkörper isz mehrjährig.
Die Oberfläche der Striegeligen Tramete ist dicht behaart (hirsut), anfangs weiß oder cremefarben mit silbrigen Haaren, später mit konzentrischen Zonen in Grau, Weiß, Braun oder Ocker, die geriffelt sein können. Der Pilz hat einen leichten Anisgeruch bei jungen Exemplaren und einen bitteren Geschmack. Er unterscheidet sich von ähnlichen Arten wie Trametes pubescens durch die dichtere Behaarung und den oft bräunlichen Rand sowie von Trametes villosa durch kleinere, weniger eckige Poren.

Potenzielle medizinische Wirkungen und Anwendungen
Studien zu Trametes hirsuta zeigen ein breites Spektrum potenzieller medizinischer Anwendungen, basierend auf bioaktiven Verbindungen wie Phenolen, Flavonoiden, Triterpenen, Polysacchariden und Polyphenolen.
Ethanolextrakte zeigten in vivo bei Mäusen analgetische Wirkungen. Anti-inflammatorische Effekte wurden ebenso beobachtet, mit Ödemreduktion.
Antimikrobielle Eigenschaften wurden gegen Bakterien wie Staphylococcus aureus, Klebsiella pneumoniae und Salmonella enterica nachgewiesen. Antioxidative Effekte und antifungale Wirkungen (Candida- und Aspergillus-Arten) sind ebenfalls nachgewiesen worden.
Weitere gute Nachweise gibt es für zytotoxische Effekte und die immunmodulatorische Aktivitäten der Tramete. Auch konnten antineurodegenerative Potenziale nachgewiesen werden, die für Alzheimer- oder Parkinson-Behandlungen Relevanz haben.
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