Heil- und Vitalpilze, Wissenschaft und traditionelle Anwendungen


In der Alternativmedizin und in der Naturheilkunde sowie in der TEM (Traditionellen Europäischen Medizin) und der TCM (Traditionellen Chinesischen Medizin) werden Heilpilze seit vielen Jahrhunderten wenn nicht sogar Jahrtausenden eingesetzt.

Das Wissen um die Heilkraft von Pilzen ist aber weitaus älter, denn selbst der “Ötzi” hatte schon den Birkenporling als mobile und haltbare Naturapotheke bei sich.

 

Das Wissen um die Heilkraft des Birkenporlings ist in den letzten Jahrhunderten fast verloren gegangen. Im Fokus der heutigen Anwendungen stehen sowohl bei Therapeuten als auch bei Anwendern die aus der TCM bekannten Sorten Hericium, Shiitake, Maitake, Reishi und Co. Nur wenigen ist bekannt, dass die meisten dieser Pilze auch hier bei uns wachsen. Kaum jemand weiß zudem, dass es über diese meist aus Asien importierten Pilze hinaus, hier bei uns vor der Haustür eine Fülle an heimischen Heilpilzen gibt, die ein ebenbürtiges Potential an Wirkstoffen und Anwendungen haben. Der Schatz muss nur gehoben werden, und das vollkommen kostenlos.

 

Im ersten Teil der als Seminar und Buch erscheinenden Reihe “Heimische Heilpilze” wird dieses alte Wissen wieder verfügbar gemacht und um neueste Forschungsergebnisse ergänzt. Weltweit sind Pilze derzeit in den Fokus des pharmazeutischen Interesses gerückt, aber auch aus den Bereichen der Materialforschung wird das Interesse immer größer. Pilze sind Alleskönner. Sie beinhalten Wirkstoffe die nur in Pilzen zu finden sind und die heilen können. Sie bauen Strukturen auf, die extremen Belastungen standhalten. Und sie können in jeder Klimazone leben. Ein Pilz ist sogar das größte Lebewesen der Erde (2000 Jahre alter Hallimasch im "Malheur Nationalparks" in Oregon, USA, mit 9 Hektar Ausbreitung und einem geschätzten Gesamtgewicht von 600 Tonnen).

 

Wer sich erstmals mit Pilzen beschäftigt, wird zu Beginn Schwierigkeiten haben die einzelnen Arten voneinander abzugrenzen und genau zu bestimmen. Daher richtet sich Teil 1 an die “Beginner”: zunächst werden die heimischen Heilpilze vorgestellt, die:

  • einfach zu erkennen sind,

  • keine giftigen Doppelgänger haben,

  • regional wachsen,

  • und nicht unter Naturschutz stehen.

 

Zu Beginn ist es wichtig, die Pilze in ihrer Rolle in der Natur und im Ablauf der Evolution zu verstehen. Wer weiß schon, dass wir sehr viel näher mit Pilzen verwandt sind als mit Pflanzen? Wem ist bewusst, dass Keratin ebenso eine Erfindung der Pilze sind wie das Melanin? Nur mit diesen genialen evolutionären Entwicklungsschritten waren beispielsweise die Entwicklung der Tiere als auch der Insekten erst möglich.

 

Vorgestellt wird auch die Herleitung der Wirkungsweise von Pilzen mittels der Signaturenlehre, die u.a. von Paracelsus perfektioniert worden ist. Über die Signatur kann schon vorab erkannt werden, für welche Anwendungsbereiche der jeweilige Pilz geeignet sein muss. Schlauchpilze beispielsweise zeigen in ihrer Signatur einen Bezug zu allen “Leitungen/Schläuchen/Rohren” im menschlichen Körper. Nicht verwunderlich ist es daher, dass sich bei wissenschaftlichen Untersuchungen herausstellt, dass Schlauchpilze für Nerven, Adern, Darm, Schlund und Lymphe die hervorstechendsten heilenden Eigenschaften haben. Mit dieser kombinierten Betrachtungsweise wird erkennbar, wie traditionelle Anwendungen die auf reiner Beobachtung basierten und moderne Forschung ineinander greifen und sich gegenseitig befruchten können.

 

Der wesentliche Teil der Buch- und Seminarreihe widmet sich aber den Inhaltsstoffen, den daraus resultierenden Anwendungen und Heilpotentialen. Jeder heimische Heilpilz wird dazu einer sehr genauen traditionellen und wissenschaftlichen Betrachtung nach neuesten internationalen Forschungsergebnissen unterzogen.

 

Da die Pilze am besten ihre Kraft entwickeln können, wenn sie einer entsprechenden Zubereitung unterzogen werden, werden auch alle bekannten Verfahren zur Extraktion, Trocknung, Zerkleinerung, Infusion etc. ebenso detailliert vorgestellt wie die Anwendungen. Bei allen Methoden und Verfahren wird besonderer Wert darauf gelegt, dass soweit möglich auf besondere Werkzeuge und Maschinen verzichtet werden kann, denn es soll ja “zu Hause” machbar sein. Aber auch die aufwändige Herstellung einer spagyrischen Pilz-Essenz wird in allen Arbeitsschritten gezeigt und durchgeführt.


Mit den in Teil 1 vorgestellten 12 heimischen Heilpilzen stehen dann allen LeserInnen und SeminarteilnehmerInnen die Potentiale einer reichhaltigen Naturapotheke zur Verfügung, die überall leicht zu finden und zu identifizieren sind. Welche rechtlichen Rahmenbedingungen beim Sammeln einzuhalten sind, wird ebenfalls Inhalt sein.